Wirtschaftswissenschaften

10 Zitate für Entrepreneure

„Gegenstand der Wirtschaftswissenschaften ist die Erforschung von Gesetzmäßigkeiten in der Wirtschaft.“ definiert das Wirtschaftslexikon von Gabler. Aus meiner Sicht sollten Studiengänge – gerade auch wirtschaftliche und politische – pragmatische Anleitungen zum Verständnis der inhärenten Mechanismen & Prozesse liefern, damit wirkungsvolle Handlungsanleitungen und kreative Verhaltensimpulse zur Optimierung unseres kulturellen Lebens und Fortschritts entstehen können, denn:

„Das große Ziel der Bildung ist nicht Wissen, sondern Handeln.“ Herbert Spencer

Obwohl die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften relativ jung ist, besteht eine unüberschaubare Vielfalt von Informationen, Veröffentlichungen und Meinungen. Weil es mich brennend interessiert, unternehme ich – zugegebener Weise durchaus auch mit einem Schuss verspielter, kindlicher Naivität – einfach mal den Versuch, wichtige Persönlichkeiten des Genres mit Ihren Kern- und Leitsätzen zusammen zu fassen:

Der Menschenfreund und Visionär Peter Drucker (siehe auch die Hommage von Brand Eins) … „verstand sich als Sozialökologe. Anfang der 40er-Jahre bekam Drucker von General Motors (GM), dem damals weltgrößten Unternehmen, den Auftrag, Struktur und Prozesse des Konzerns zu analysieren. Das Ergebnis dieser Arbeit veröffentlichte Drucker unter dem Titel „Concept of the Corporation“ („Das Großunternehmen“). Er … wies darauf hin, dass motivierte Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens seien … gilt als Erfinder des „Management by Objectives“, des Führens mit Zielvereinbarung … und prägte den Begriff des Wissensarbeiters …“ (Harvard Business manager)

Friedrich August von Hayek war ein Ökonom und Sozialphilosoph österreichischer Herkunft. Er zählt zu den wichtigsten Denkern des Liberalismus im 20. Jahrhundert.“ (Wikipedia) Eine Stiftung gründete sich, um seine Konzepte weiter zu tragen, vor allem seine Idee einer Verfassung der Freiheit“. Für sein umfassendes Werk erhielt er 1974 den Nobelpreis.

Joseph Schumpeter erforschte die grundlegenden Gesetze des Kapitalismus und beschrieb insbesondere den ewigen Wandel durch „schöpferische Zerstörung“. Keiner sah so klar wie er, dass in seinen Krisen nicht nur der Kapitalismus selbst auf dem Spiel steht, sondern auch die Atmosphäre des Fortschritts. … (Anekdote: Als junger Mann, so Schumpeter über Schumpeter, habe er der größte Ökonom der Welt sein wollen, der erste Reiter Österreichs und der beste Liebhaber Wiens. Heute, alt genug, um Bilanz zu ziehen, müsse er feststellen: Die Sache mit den Pferden habe nicht geklappt.) Im Nebenberuf Frauenheld zählt er zu den größten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Neben seinen Beiträgen über „Innovation“, „Wagniskapital“ und „Firmenstrategie“ wird ihm zugeschrieben, den drei klassischen Produktionsfaktoren (Boden, Arbeit, Kapital) einen vierten hinzugefügt zu haben: das Unternehmertum. (Wirtschaftswoche)

Fredmund Malik, der Systemiker aus St. Gallen (schreibt der Harvard Business manager) hat die systemorientierte Managementlehre weiterentwickelt und berät nach ihren Grundlagen Unternehmen und Institutionen in aller Welt. Ein ständiger Begleiter sind dabei Wissenschaften, von denen BWLer sonst eher selten reden, Kybernetik und Bionik: „Meine Systeme sind das Äquivalent von Computerbetriebssystemen für das Funktionieren von Organisationen. Sie sorgen für eine gemeinsame Sprache, gemeinsames Verständnis und kohärentes Handeln.“ Vorbilder für sein Werk sind Stafford Beer, britischer Betriebswirt und Begründer der Managementkybernetik, Peter Drucker (siehe oben) und Helmut Maucher, lange Zeit Führungskraft beim Schweizer Konsumgüterhersteller Nestlé.

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